Sie
spielt in der hochgelobten Teenie-Soap "Party of Five",
stürmt
als Sängerin die Charts und steht demnächst als Hollywood-Legende
Audrey Hepburn vor der Kamera.
Ach ja, und
dann ist Jennifer Love Hewitt auch noch die Scream-Queen der Neunziger.
Mit
einem Mädchen wie ihr ins Kino zu gehen, davon träumen Jungs
aller
Altersklassen.
Jennifer Love Hewitt gehört nach eigenem Bekunden zu der Sorte Frauen,
die sich schutzsuchend
an ihre männlichen
Begleiter klammern, wenn der Killer aus seinem Versteck hervorspringt und
die Leinwand in
Blut taucht.
Zwar hat die 20jährige selbst in zwei Horrorfilmen mitgespielt, aber
deshalb ist sie längst nicht
immun gegen
die Wirkung solcher Schocker. Nach dem Screening von "Ich weiß noch
immer, was du letzten
Sommer getan
hast" traute sich die verstörte Jennifer nicht allein auf die Toilette:
"Ich war total verängstigt und dachte:
Jetzt kommt
der Fischer und kriegt dich!" Und nachdem sie ihr Co-Star Freddie Prinze,
Jr. als Vorbereitung für den
ersten
"Sommer" zu einem Videoabend mit "Shining", "Die Mächte des Wahnsinns"
und "Nightmare ? Mörderische
Träume"
eingeladen hatte, konnte sie nächtelang kaum schlafen.
Nein,
Jennifer Love Hewitt ist kein Schlitzer-Fan. "Ich weiß nicht, warum
man mich
ausgerechnet
in Horrorfilmen besetzt hat", wundert sie sich. "Früher habe ich immer
das nette Mädchen von nebenan
gespielt,
das keinen Jungen abbekommt. Das hat sich seit den 'Ich weiß...‘-Filmen
geändert."
Jennifers
Karriere im Showbiz begann zunächst ganz ohne Schocks und Schrecken.
Die am 21. Februar 1979 in Waco
geborene
und im nahen Killeen aufgewachsene Texanerin stand mit sechs Jahren in
einer Scheune auf einer
provisorischen
Bühne und sang Whitney Houstons Schnulze "The Greatest Love of All"
? nomen est omen. "Ich war ein
unsicheres,
scheues Kind", erinnert sich Jennifer. "Aber mein Auftritt vor Publikum
gab mir Selbstbewußt- sein." Vier
Jahre später
zog ihre Mutter mit Klein-Jenny nach Los Angeles, um ihr dort die Möglichkeiten
zu bieten, die es in Killeen
nicht gab.
Von der Dorfbühne ins Fernsehen: Nachdem sie einige Male vergeblich
vorgesprochen hatte, stand Jennifer
erstmals
in der Disney-Serie "Kids Incorporated" vor der Kamera. Kleinere TV-Parts
und ein Kurzauftritt in der
Whoopi-Goldberg-Klamotte
"Sister Act
2" folgten, bevor sie 1995 für die Rolle der Sarah in der Teenie-Soap
"Party of Five" unterschrieb. Seit ihre
TV-Partnerin
Neve Campbell in "Scream ? Schrei!" der Star eines höchst erfolgreichen
Schlitzer-Franchises wurde und
Jennifer
Love Hewitt mit "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" ihrem
Beispiel folgte, gilt die Serie als Scream-
Queen-Talentschmiede.
Mindestens
eines haben Neve Campbell, Königin des modernen Horrorfilms, und ihre
Kronprinzessin
Jennifer Love Hewitt gemeinsam: voluminöse Lungen. "Ich bin keine
Meisterin im Schreien", schränkt
Jennifer
ein. "Aber ich bin verdammt laut." Das forderte während der Dreharbeiten
von "Ich weiß noch immer..." seinen
Tribut. Dreimal
kreischte sich Jennifer heiser und verlor darüber ihre Stimme: "Wir
drehten in Mexiko, und der ständige
Wechsel von
der Hitze draußen in klimatisierte Räume bescherte mir eine
Halsinfektion. Als ich dann schreien sollte,
brachte ich
keinen Ton raus." Ihr Kreischen mußte sie später im Synchronstudio
für die Tonspur des Films nachliefern.
Ein Zwischenfall,
der sie auch über die Endlichkeit ihrer Schreihals-Karriere nachdenken
läßt. Auf bisher drei Pop-Alben
schlägt
Jennifer Love Hewitt stimmbandschonendere Töne an (für den "Ich
weiß noch immer..."-Soundtrack nahm sie
den Song
"How Do I Deal" auf). Kürzlich verkaufte sie ihr erstes Drehbuch "Cupid’s
Love" für 500.000 Dollar an New Line,
und demnächst
wird sie in der Hauptrolle einer Audrey-Hepburn-Filmbiographie vor der
Kamera stehen. "Audrey war
schon immer
meine größte Inspiration", erklärt Jennifer. "Nachdem ich
sie in 'Frühstück bei Tiffany' gesehen hatte, wollte
ich so schnell
wie möglich erwachsen werden und so sein wie sie."
Die
Chancen, einmal so berühmt zu werden wie ihr Idol stehen
nicht schlecht,
denn Jennifer Love Hewitt und ihren Altersgenossinnen gehört die Zukunft.
Brandy, 20, und Britney Spears,
17, dominieren
die PopCharts, Teenie-Serien wie "Buffy ? Im Bann der Dämonen" und
"Dawson’s Creek" erzielen
Top-Quoten,
und auch im Horrorfilm setzen die Macher immer öfter auf junge, knackige
Mädels. Ein Blick auf das
Filmposter,
und Jennifer weiß genau, warum: "Sie hätten den Film 'Ich weiß
noch immer, was deine Brüste letzten