
Che Guevara wurde am 14. Juni in Rosario / Argentinien geboren. Er hatte
fünf Geschwister.
Bereits im Alter von 2 Jahren erkrankte er an Asthma, was er sein ganzes
Leben lang nicht mehr los wurde. Sein eigentlicher Name war Ernesto Guevara
Lynch de la Serna.
Sein Vater, Ernesto Guevara, Jahrgang 1900, hatte Ingenieurwissenschaft
und Architektur studiert. Seine Mutter war Celia de la Serna, Jahrgang
1908. 1927 heirateten die Eltern.
Der Vater von Che (1986)
Wegen dem Asthma zogen die Eltern nach Cordoba.
Später studierte Che an der Universität von Buenos Aires
Medizin.
Er war ein sehr guter Schachspieler mit aggressiver Spielweise, d.
h. er nahm gut vorbereitet auch Opfer in Kauf. Dieses erzählte der
mehrfache argentinische Meister Najdorf.
Ernesto liebte Fußball und Rugby, spielte in Cordoba bei den
"Estudiantes".
Während des Studiums arbeitete er u. a. in der Impfabteilung der
Stadtverwaltung.
1950 bekam er eine Stelle als Krankenpfleger bei der Handelsflotte,
wobei er mehrere
Reisen in verschiedene lateinamerikanische Länder machen konnte.
Im gleichen Jahr befuhr er Argentinien mit dem Motorrad.
Hierbei kam er zum erstenmal intensiv in Kontakt mit den Resten der
indianischen Kultur.
1951 besuchte er Chile und Peru, wo er in einer Lepra-Klinik arbeitete.
Als er mit dem Studium fertig war zog er wieder umher und landete schließlich
in Guatemala.
In dieser Zeit wurde sein weiteres Leben maßgeblich geprägt.
Er erlebte hautnah, wie der amerikanische Geheimdienst eine Konterrevolution
gegen die damals regierenden Sozialisten einleitete. Im wurde klar, daß
Lateinamerika in der Hand des amerikanischen Kapitals war. Trotzdem war
Che nicht Mitglied der kommunistischen Partei!
Dennoch erkannte er, daß nur durch eine bewaffnete Revolution
die wirkliche Freiheit
Lateinamerikas erreicht werden konnte.
In dieser Zeit lernte er einen von Fidel Castros Gefolgsleuten kennen,
Nico Lopec.
1954 verlies er Guatemala und ging nach Mexiko, wo er Fidel Castro
kennenlernte.
Zusammen mit anderen Kubanern nahm er an einem harten Militärtraining
teil, daß auf
einer Farm durchgeführt wurde.
Zu dieser Zeit erhielt er auch seinen Spitznamen "Che", nach einer
argentinischen
Redensart welche er häufig benutzte (che = hey, du!).
Er wurde der beste Schüler des Ausbilders, einem Spanier der schon
gegen die
Faschisten des Generals Franco gekämpft hatte!
Zusammen mit Fidel bei der Knast-Entlassung
1956 wurde er zusammen mit den anderen verhaftet und wurde ins Gefängnis
geworfen.
Im selben Jahr nahm er an der Granma-Expedition teil, der Einleitung
der kubanischen
Revolution!
In den Kämpfen wurde endgültig aus dem Arzt Ernesto der Guerillero
Che.
Während der Kämpfe viel besonders seine kompromisslose aber
dennoch kameradschaftliche Vorgehensweise auf. Die Rebellen hatten sehr
große Unterstützung durch die Bevölkerung;
Im Kreise der Rebellen!
Nachdem er maßgeblich am Sieg der Rebellen beteiligt war, wurde
er später Chef der kubanischen Staatsbank und 1961 Industrieminister
von Kuba. In diesem Jahr erfolgte auch die Invasion in der Schweinebucht,
welche von Exilkubanern durchgeführt wurde, die vom CIA ausgebildet
und unterstützt wurden. Unter Che´s Führung wurde der Angriff
der Gusanos (Konterrevolutionäre) innerhalb kurzer Zeit zerschlagen.
Da ihm aber daß glatte Parkett der Politik nicht behagte (er legte
sich auch mit den Sowjets an) legte er 1965 alle Ämter nieder, und verließ
Kuba und seine Familie mit den drei Kindern. Che wollte auch in anderen
Ländern die Revolution vorantreiben, er ging 1965 in den Kongo und
1966 nach Bolivien. Sein Traum war, von hier aus die Revolution nach ganz
Süd- und Mittelamerika zu tragen!
Zusamen
mit Fidel nach dem Sieg der Revolution!
Er war der unbestrittene Feind der kapitalistischen U.S.A.!
Unvergessen sein Zitat: "Wir brauchen zwei, drei, viele Vietnams!"
In Bolivien nahm die Revolution allerdings nicht den Verlauf wie auf Kuba; Nach 10 Monaten Kampf in der Guerilla, welche kaum Unterstützung der Bevölkerung fand, da diese permanent von den Militärs eingeschüchtert, und die Medien zensiert wurden, wurde Che gefangen genommen, und am 9. Oktober unter Mitwirkung des CIA ermordet.
Sein Leichnam wurde in der Provinzstadt Vallegrande aufgebahrt, um der Welt den Tod des Freiheitskämpfers zu demonstrieren. Anschließend wurden Che´s Hände abgehackt, und der Körper in einem unbekanntem Massengrab verscharrt.
Erst 1997, also 30 Jahre nach seinem Tod, wurden seine Überreste
gefunden und nach Kuba überführt, wo er am 17. Oktober in einem
Staatsakt in Santa Clarabeigesetzt wurde.
Der Mythos Che lebt auch 30 Jahre nach seinem Tod weiter!
In Bolivien wird er sogar wie ein Heiliger verehrt, was aber wohl mehr
auf das schlechte Gewissen der Menschen zurückzuführe